Mau-Mau

Mau-Mau ist eines der populärsten Kartenspiele in Deutschland und den umgebenden Länder. Wegen seiner Einfachheit wird das Spiel gerne unter Kindern praktiziert oder von Eltern gemeinsam mit ihren Kindern. Unter Erwachsenen wird Mau-Mau weniger häufig gespielt, da es im Gegensatz zu etwa Skat, Schafkopf oder Doppelbock weniger variantenreich und „interessant“ ist und auch weniger Möglichkeiten zulässt, etwa um Punkte zu spielen.

Wer genau Mau-Mau erfunden hat und wann dies geschah, ist unklar. Eine Entstehung im süddeutschen Raum ist in Folge der Verbreitung des Spiels unter verschiedenen Namen speziell in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz wahrscheinlich, aber ebenfalls nicht sicher. Fest steht, dass die heute gängigen Regeln seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts geläufig sind. Gerade die einfachen Regeln lassen jedoch vermuten, dass ähnliche Spiele bereits seit langer Zeit bekannt sind; Spielkarten sind bereits seit dem Mittelalter bekannt und unterscheiden sich mit Ausnahme der aufändigen Herstellung durch Handbemalung der Karten kaum von heutigen Spielen: Vier Farben zu ja acht Werten sieht man in landeskundlichen Museen etwa auf Spielkarten aus dem 14. Jahrhundert, die zu höfischen Zwecken hergestellt wurden und die Zeiten überdauert haben. Was genau damals gespielt wurde, ist nicht überliefert, es dürften aber Spiele gewesen sein, die zumindest ähnlich den heute Bekannten waren.

Mau-Mau ist für zwei bis fünf Mitspieler geeignet und in der Regel mit einem 32-blättrigen Kartenspiel gespielt. Jeder Mitspieler erhält zunächst (in der Regel) fünf Karten, wobei es auch hier regionale Besonderheiten geben mag. Die übrigen Karten werden verdeckt auf den Tisch gelegt und die oberste dieser Karten wird mit dem Blatt nach oben auf den Tisch gelegt. Jeder Spieler muss nun reihum versuchen, eine zu der offen liegenden Karte passende Karte auf diese zu legen. Beispiel: Neben dem Stapel liegt ein Herz König. Spieler Eins kann nun entweder einen anderen König oder eine andere Herz-Karte auf den Herz König legen- Kann oder will er dies nicht, muss er vom Stapel eine Karte ziehen. Spieler eins legt einen Karo König. Nun muss Spieler Zwei eine Karo-Karte oder einen weiteren König legen und so weiter. Gewonnen hat, wer als erster die letzte Karte ablegt.
Einige Kartenwerte haben besondere Auswirkungen auf den Spielverlauf: Wenn Spieler Eins auf den Herz König eine Herz Sieben legt, muss Spieler Zwei zwei Karten aufnehmen, es sei denn, er hat ebenfalls eine Sieben. In diesem Fall müsste Spieler Drei sechs Karten aufnehmen usw. Legt Spieler Eins eine Herz Acht, muss Spieler Zwei aussetzen und Spieler Drei ist an der Reihe. Bei einem As ist Spieler Eins noch einmal an der Reihe und muss eine der Farbe entsprechende Karte nachlegen. Bei einem Buben darf Spieler Eins sich eine Farbe wünschen, in der nun weiter gespielt werden muss. Bei einer Neun wird die Spielrichtung gewechselt: Legt Spieler Zwei eine Neun, ist nicht Spieler Drei an der Reihe, sondern Spieler Eins.

Sobald Du Deine vorletzte Karte ablegt, musst Du die anderen Spieler warnen. Dies tust Du, indem Du „Mau“ sagst. Falls Du dies vergisst, musst Du zur Strafe je nach gespielter Variante eine oder zwei Karten aufnehmen.
Entsprechend musst Du beim Ablegen der letzten Karte „Mau-Mau“ sagen.
In der Regel ist das Spiel dann beendet, wenn ein Spieler seine letzte Karte abgelegt hat; bei mehr als zwei Mitspielern können die Übrigen natürlich auch weitermachen und so neben dem Sieger auch noch einen Verlierer ermitteln.

Interessates Thema? Hier gibt es weiteres ...:
Fatal error: Call to undefined function similar_posts() in /home/kartenni/public_html/wp-content/themes/kartenninja/page.php on line 26